Erst war der Affe da, dann der Mensch. Kein Wunder also, dass die Wissenschaft bislang angenommen hat, die menschliche Sprache habe ihren Ursprung in den Lautäußerungen der Menschenaffen. Neuere Forschungen stützen eine andere Theorie: Demnach hat sich die menschliche Sprache aus den Gesten der Menschenaffen entwickelt.
Lesen Sie mehr dazu im Bericht der Berliner Zeitung
3.5.07
Wie Sprache entstanden sein könnte: von der Hand in den Mund
26.4.07
Wie sich Sprache anfühlt
Was verbinden Sie mit dem Wort "Zahnarzt"? Vermutlich kein allzu angenehmes Gefühl. Wörter haben neben ihrer eigentlichen Bedeutung auch eine subjektive Nebenbedeutung, die bewusste oder unbewusste Gefhüle verursacht. Tobias Schröder, Diplom-Psychologe an der Berliner Humboldt-Universität, geht in seiner Forschungsarbeit den Auswirkungen gefühlter Sprache auf den Grund. Gemeinsam mit der Indiana University arbeitet er in seiner Dissertation an dem ersten deutschen Lexikon der gefühlten Sprache.
Lesen Sie mehr dazu im Bericht der Berliner Zeitung
20.4.07
Auf den Kontext kommt es an!
Auch wenn nicht immer alles ausgesprochen wird, funktioniert die Kommunikation meistens ziemlich gut. Das meint der Linguist Klaus von Heusinger in einem Beitrag der Stuttgarter Zeitung. Und warum ist das so? Ganz einfach: Auf den Kontext kommt es an! Wer das Wort VOLLZUG an der Haltestelle der S-Bahn oder an der Gefängnismauer liest, weiß sofort, was gemeint ist.
Mehr dazu im Beitrag der Stuttgarter Zeitung.
15.4.07
Hemmschwelle vor dem Schreiben sinkt
Ohne Abkürzungen läuft nichts mehr in der Welt von SMS und E-Mail. Sprachkritiker wenden sich mit Grausen ab. Andererseits: Schreiben kommt wieder in Mode. Die Hemmschwelle, sich schriftlich mitzuteilen, sinkt. Gleichzeitig sinkt aber auch der Respekt vor der geschriebenen Sprache. Joachim Knape vom Rhetorikinstut der Universität Tübingen berichtete über diese Entwicklungen bei der Eröffnung der Salzburger Rhetorik-Gespräche.
Mehr im Beitrag von ORF.at
2.3.07
Vollgas statt Nachdenken
Bei der Diskussion um den CO2-Ausstoß geraten die deutschen Autohersteller wieder einmal in die Defensive. Geschichte wiederholt sich, auch in der Außendarstellung. Erst der Streit um die Katalysatorpflicht, dann der Rußfilter für den Diesel und jetzt die CO2-Grenzwerte. Jedes Mal wird der Untergang der deutschen Automobilindustrie herbeigeredet, während sich andere im eigenen Glanz sonnen, der dank professioneller Öffentlichkeitsarbeit besonders hell leuchtet. Kaum zu glauben, wie ein optisch grenzwertiges Auto mit mäßigen Fahrleistungen wie der Toyota Prius mit seinem Hybridantrieb zum Trendsetter wird und die ganze Marke mitzieht. Vielleicht kommt der Tag, an dem Audi seinen Slogan wechselt. Wie wäre es mit "Vorsprung durch Nachdenken?"
Mehr zu diesem Thema findet sich in der "Süddeutschen Zeitung" unter dem Titel "Mit Vollgas ins PR-Desaster".
23.2.07
Die Firmenphilosophie oder wozu das Kellerfenster gut ist
Woran erkennt man die Firma von Welt? An ihrer Philosophie! Im Land der Dichter und Denker zählt der Philosoph zu den gefragten Berufen, denn die Firma von Welt braucht – Sie ahnen es schon – eine Firmenphilosophie. Geben Sie einfach den Suchbegriff „Firmenphilosophie“ bei Google oder einer anderen Suchmaschine ein und siehe da: Aus den firmenphilosophischen Abteilungen ergießt sich ein unerschöpflicher Wortschwall über Sie. Hier ein paar philosophische Original-Versatzstücke:
Wir wollen, dass unsere Kunden zufrieden sind. Deshalb legen wir großen Wert auf die hervorragende Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen.
Wer will das nicht! Wer Selbstverständlichkeiten als Firmenphilosophie anpreist, hat es wohl nötig.
Unser Ziel sind zufriedene Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter.
Kaum besser, aber wenigstens kürzer.
Für unsere Mitarbeiter schaffen wir ein Umfeld, in dem sie zu herausragenden Leistungen motiviert und attraktiv dafür belohnt werden. In allen Ebenen unseres Unternehmens fördern wir die Diversifizierung.
Aha, hier werden Mitarbeiter nicht bezahlt, sondern belohnt. Ein Zuckerle für Frau Maier, ein Knochen für Herrn Müller. Wuff!
Unsere Philosophie besteht in der höchstmöglichen Abdeckung von Kundenwünschen und in einer sehr flexiblen Arbeitsweise.
Das macht Eindruck. Hier verbiegt sich selbst der Philosoph – man will ja flexibel sein!
Wir glauben fest an die Synthese der Technologie und der individuellen Bewertung der Sinnhaftigkeit deren Einsatzes, als Basis eines wirtschaftlichen Erfolges. Dabei ist die Leitlinie unseres Denkens und Handelns durch eine Begeisterung für unsere Aufgabe und der Freude am Erfolg bestimmt.
Ist das eine Firma oder eine Sekte? Dieses Unternehmen könnte sich an die Spitze einer neuen Entwicklung setzen: Der Firmentheologe und sein Glaubensbekenntnis lösen den Firmenphilosophen ab. Schau’ mer mal.
Wir sind ein Unternehmen, welches den Anspruch hat, über die Verwendbarkeit von neuen Technologien als einer der ersten kompetent urteilen zu können und auf der Grundlage unseres technologischen Vorsprungs bei unseren Kunden diese neuen Technologien einzuführen.
Da möchte man vor Verzweiflung aus dem Kellerfenster springen. Mein Tipp: Tun Sie es nicht, aber werfen Sie den Firmenphilosophen durch selbiges hinaus. Sofort!