1.8.08

Wenn der kleine Faulbär auf einen Medienbruch stößt

Was passiert, wenn der kleine Faulbär in uns auf einen Medienbruch stößt? Nichts! Einfach gar nichts. Aber das ist ja gerade. Mailings, Websites, Kataloge und Anzeigen verlieren erheblich an Wirkung, wenn sie einen Medienbruch enthalten.

Bei Wikipedia findet sich folgende Definition:

„Unter einem Medienbruch versteht man einen Wechsel des informationstragenden Mediums innerhalb eines Informationsbeschaffungs- oder -verarbeitungsprozesses. Die Informationen suchende (oder verarbeitende) Person wird dadurch gezwungen, im Verlauf des Prozesses die Such- bzw. Verarbeitungsstrategie zu wechseln, um dem gerade vorliegenden Medium zu entsprechen. Man geht davon aus, dass durch einen Medienbruch in der Informationskette der Informationsbeschaffungs- oder -verarbeitungsprozess erschwert, verlangsamt und unter Umständen auch in seiner Qualität gemindert wird.“

Dazu zwei Beispiele:

Ein Anbieter von Seminaren listet auf seiner Internetseite sämtliche Seminare für das nächste halbe Jahr auf. Wer sich für eines der Seminare anmelden will, muss ein Faxformular als PDF herunterladen, drucken, ausfüllen und faxen. Was sagt der kleine Faulbär dazu: „Wer mir so viel Arbeit macht, will vielleicht gar nicht, dass ich mich anmelde. Also lasse ich es lieber bleiben.“ Wie viel besser und konsequenter wäre es, man könnte sich auf einer Antwortseite online anmelden.

Ein Mailing für einen Börsenbrief bietet ein kostenloses Abonnement für die nächsten drei Ausgaben an. Der Clou: Mittels persönlichem Passwort kann der Interessent den Börsenbrief auf der Internetseite des Verlags aufrufen. Unser kleiner Faulbär findet das zwar ganz nett, bleibt aber lieber in seiner Höhle, anstatt zum Schreibtisch zu wandern, den Rechner hochzufahren, die URL einzugeben und so fort. Einfach zu viel Umstand!

Die Moral von der Geschicht‘: Wer seine Leser zu einer Handlung verführen will, sollte es ihnen so einfach wie möglich machen und jeglichen Medienbruch vermeiden. Sonst bekommt er es mit dem kleinen Faulbären zu tun.

21.7.08

E-Mails oder wie Sie aus der Flut ein Rinnsal machen

Immer wieder höre ich Klagen über die angebliche Flut von E-Mails. Ja, manche Leute kokettieren mittlerweile damit, dass sie nur einmal in der Woche ihre Mails lesen – schließlich gebe es Wichtigeres zu tun.

Dazu einige ganz praktische Tipps und Anregungen:

Weshalb nutzen wir die Elektropost anstelle der Sackpost oder des Telefons?
Antwort: Wegen Ihrer Schnelligkeit und Zuverlässigkeit. Und weil wir im Gegensatz zum Telefon zu jeder Tages- und Nachtzeit kommunizieren können; unabhängig davon, ob der Adressat anwesend ist und gerade Zeit hat.

Welchen Nutzen können Sie daraus ziehen?

Antwort: Wer ein schnelles Medium nutzt, erwartet bewusst oder unbewusst eine ebenso schnelle Reaktion. Niemand wundert sich über einen VW Käfer, der mit Tempo 80 über die Landstraße rumpelt. Würde es sich um einen Ferrari handeln – Sie hätten ernsthafte Zweifel am Gesundheitszustand des Fahrers. Daraus folgt: Seien Sie schneller als die Wettbewerber! Lesen Sie dreimal täglich Ihre Mails (zu Arbeitsbeginn, nach der Mittagspause und etwa eine halbe Stunde vor Feierabend) und antworten Sie SOFORT! Ist Ihnen das nicht möglich, weil Sie erst Informationen recherchieren müssen, sollten Sie am nächsten Tag antworten oder SOFORT einen Zwischenbescheid senden, in dem Sie ankündigen, wie lange und weshalb der Fragesteller auf eine Antwort warten muss.

Was es mit der Flut an Mails wirklich auf sich hat und was Sie dagegen tun können

Wie war es eigentlich früher, als es nur die Sackpost gab? Haben Sie auch nur einmal in der Woche Ihre Post gesichtet? Eben. Fühlen Sie sich dennoch von einer Flut an Elektropost bedroht, dann trimmen Sie Ihren Spamfilter durch die Eingabe zusätzlicher Schlüsselwörter so, dass er keine unerwünschten Mails mehr durchlässt. Was dennoch den Filter passiert, sollten Sie konsequent bei Ihrem Mail-Provider als Spam melden. Die andere Seite der Medaille ist, dass hin und wieder eine „saubere“ Mail aussortiert wird. Können Sie damit leben? Ich nicht. Deshalb sichte ich einmal wöchentlich den Spam-Ordner. Und wie durch ein Wunder wird die vermeintliche Flut an Mails zum beschaulichen Rinnsal.

1.7.08

Die Masse machts möglich: Google kann jetzt auch Flash

Der Newsticker von Heise Online verbreitet heute die Nachricht, dass die allmächtige Suchmaschine Google künftig auch auf bisher nicht erschließbare Inhalte in Flash-Dateien zugreifen könne. Auch Yahoo wolle nachziehen. Auf den ersten Blick mag das ja ein Fortschritt sein angesichts immer mehr Internet-Seiten, die Flash-Animationen enthalten. Auf einem ganz anderen Blatt steht, dass die meisten Flash-Animationen höchst überflüssig sind, die Ladezeit verlängern und keine Informationen vermitteln. Die Masse der Flash-Apostel machts möglich, dass Google diesem Trend nachgibt.

20.6.08

Kommunikation in Unternehmen: Was die richtigen Worte bewirken können

Nicht nur in der Außendarstellung, auch bei der Kommunikation innerhalb von Unternehmen kommt es auf die richtige Wortwahl an. Wie Vorgesetzte und Mitarbeiter miteinander und übereinander reden, wirkt sich positiv oder negativ auf Betriebsklima und Motivation aus. Manchmal kommt beides zusammen. Ein Beispiel aus dem wirklichen Leben: 9.10 Uhr Anruf im Chefsekretariat eines international tätigen Unternehmens zwischen Stuttgart und Bodensee zwecks Terminvereinbarung. Beim ersten Versuch "please hold the line", mindestens zehnmal. Der zweite Anruf, wenige Minuten später, landet in der Telefonzentrale. Mein Wunsch, mich bitte mit dem Sekretariat zu verbinden, wurde eindeutig beantwortet: "Da ist jetzt niemand da, die haben Vesperpause." Wohl bekomm's!

Mehr über die richtigen Worte und ihre Wirkung schreibt die Marketing-Fachfrau Anne M. Schüller HIER in einem Beitrag für "perspektive mittelstand".

17.6.08

Die Empfehlung macht's: Wie Sie Geschäfte jenseits von Zufällen abschließen

Wenn Sie erst einmal wissen, wie Sie kontinuierlich "weiter empfohlen" werden, wie Sie scheinbar mühelos die Kommunikations-Gruppen Ihrer Kunden erobern und wie Sie ein professionelles Empfehlungsgespräch führen, dann werden Sie Geschäfte jenseits von Zufällen abschließen. Der Schlüssel zum Erfolg heißt Empfehlungsmarketing. Wertvolles Insider-Wissen vermittelt der Verkaufs- und Akquise-Experte Michael Langheinrich in kleinem Kreis bei einem exklusiven Experten-Frühstück am Freitag, 25. Juli, ab 10 Uhr im Maritim-Hotel in Ulm. Da die Teilnehmerzahl streng begrenzt ist, melden Sie sich am besten noch heute an!
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Publizistische Qualität im Netz mit Lücken

Acht Internetangebote dürfen sich mit einem Preis schmücken, der sich Grimme Online Award nennt. Das allein wäre angesichts der Flut von Preisen und Auszeichnungen kaum der Wert, hätte nicht die Jury bemängelt, dass "Web-Reportagen" im Netz eher selten seien. Wen wundert's, werden doch klassische Reportagen in Zeitungen und Zeitschriften auch immer mehr zur Ausnahme. Mehr über den Grimme Online Preis lesen Sie HIER im Manager Magazin!